Geförderte Projekte 2021

Im Jahr 2021 konnten folgende Projekte durch unsere Stiftung gefördert werden:

Antragsteller*innen
Dr. med. Thomas Georgi
Prof. Dr. med. Regine Kluge
Dr. med. Lars Kurch
Universitätsklinikum Leipzig, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Prof. Dr.-Ing. Stefan Posch
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Informatik

Projektthema
Anwendung künstlicher Intelligenz zur automatischen Erkennung von Tumorgewebe in der FDG-PET bei kindlichen Hodgkin-Lymphomen

Projektbeschreibung
In der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig erfolgt seit vielen Jahren die Referenzbegutachtung für Kinder und Jugendliche mit Lymphdrüsenkrebs (Hodgkin-Lymphom). Dabei kommt ein besonderes Bildgebungsverfahren zum Einsatz, die sog. Positronen-Emissions-Tomographie (PET).

Im Zuge dieser Begutachtungen ist ein umfangreicher Fundus an Bilddaten entstanden, der eine einzigartige Möglichkeit zur Analyse des Tumorbefallsmusters und der Tumortextur bietet. Der Einsatz der künstlichen Intelligenz (KI) ermöglicht eine umfassende Auswertung der gesamten Bilddatensätze, sodass multiple, potenziell prognosewirksame Kriterien gleichzeitig und in Kombination evaluiert werden können. Ziel der aktuellen Untersuchung ist das Training einer KI-Software für die Tumorerkennung.

beantragte Projektmittel
40.000,00 €

Projektlaufzeit
18 Monate

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Antragsteller
apl. Prof. Dr. rer. nat., rer. medic. habil. Martin S. Staege
Universitätsklinik und Poliklinik für Pädiatrie I des Universitätsklinikums Halle (Saale)
Forschungslabor

Projektthema
Untersuchungen zu zellbiologischen und immunologischen Effekten von Melittin am Hodgkin-Lymphom-Modell

Projektbeschreibung
Melittin ist ein Bestandteil des Bienengiftes und in höheren Konzentrationen toxisch für Zellen. In niedrigen Konzentrationen wurde Melittin bereits bei unterschiedlichen Krebserkrankungen als Medikament erprobt.

In bisherigen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Melittin die Wirksamkeit des Chemotherapeutikums Cisplatin gegenüber Lymphdrüsenkrebszellen (Hodgkin-Lymphom) deutlich verstärken kann. Dabei tötet es in Ko-Kulturen von Hodgkin-Lymphom-Zellen mit normalen Blutzellen nur die Tumorzellen und erhält gleichzeitig die Lebensfähigkeit der normalen Zellen.

Im vorliegenden Projekt soll erstens analysiert werden, welche Auswirkungen Melittin auf die Genexpression in Hodgkin-Lymphom-Zellen und Monozyten in diesem Ko-Kulturmodell hat und zweitens sollen die immunstimulatorischen Eigenschaften von angereicherten Monozyten charakterisiert werden.

beantragte Projektmittel
22.000,00 € für Verbrauchsmaterialien

Projektlaufzeit
12 Monate

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Antragstellerin
Prof. Dr. med. Julia Hauer
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität Dresden
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Fachbereich Pädiatrische Hämatologie/Onkologie

Projektthema
Die Bedeutung der genetischen Prädisposition für Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen

Projektbeschreibung
In einer bereits 2018 begonnenen Studie widmet sich Prof. Hauer der erblichen Vorbestimmtheit (genetische Prädisposition) von Krebserkrankungen bei Kindern. Sie geht davon aus, dass Lebensumstände und Umwelteinflüsse (Schadstoffe, Nikotin, Alkohol, Übergewicht) bei der Entstehung von Krebs im Kindes- und Jugendalter eine untergeordnete Rolle spielen.

Die von Prof. Hauer angewandte sog. TRIO-Sequenzierung beinhaltet die gleichzeitige genetische Analyse des erkrankten Kindes sowie seiner Eltern, wodurch die multifaktorielle Basis der genetischen Prädisposition gezielter aufgeklärt werden kann. Bisherige Studien haben zumeist nur das erkrankte Kind analysiert.

Innerhalb der ersten eineinhalb Jahre wurden 80 Familien in die Studie eingeschlossen. Erste Analysen konnten zeigen, dass in ca. 15 Prozent der betroffenen Familien eine klassische genetische Prädisposition vorliegt. In der hier bewilligten Fortsetzung dieser Studie sollen weitere 70 Patient*innen untersucht werden.

beantragte Projektmittel
25.000,00 €

Projektlaufzeit
12 Monate

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Antragstellerin
M. Sc. Anna Kirstein
Universitätsklinikum Leipzig, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Zentrum für Pädiatrische Forschung

Projektthema
Entwicklung eines Zellmodells zur Erforschung von Fettgewebstumoren bei Kindern mit PTEN Keimbahnmutation mittels CRISPR/Cas-Methode

Projektbeschreibung
Patient*innen mit dem sogenannten PTEN-Hamartom-Tumor-Syndrom (PHTS) neigen bereits im Kindesalter zur Entwicklung gut- und bösartiger Tumore. Die Forschungsgruppe an der Uniklinik Leipzig beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Entstehung und Therapie von Lipomatosen (diffuse Zunahme des Fettgewebes) bei pädiatrischen PHTS-Patient*innen.

In einem weiterführenden Projekt sollen Zellmodelle für die PHTS-Forschung mit Hilfe der CRISPR/Cas-Methode etabliert werden. Dank der 2012 entwickelten CRISPR/Cas-Methode ist es möglich, an spezifischen Stellen im Genom der Zellen Mutationen einzufügen. Dabei wird das bakterielle Enzym Cas9 in Zellen eingebracht und über einen komplementären RNA-Strang an die gewünschte Stelle im Genom dirigiert. Dadurch werden zelleigene Reparaturmechanismen in Gang gesetzt, die zu heilsamen Mutationen in den Zellen führen sollen.

beantragte Projektmittel 
10.000,00 €

Projektlaufzeit
10 Monate

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Antragstellerin
Dr. rer. nat. Ina Patties
Universität Leipzig, Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, Experimentelles Labor für Strahlenbiologie

Projektthema
Präklinische In-vivo-Studie:
Fraktionierte Therapie mit Prexasertib und lokaler Bestrahlung im Medulloblastom-Mausmodell

Projektbeschreibung
Das Medulloblastom ist ein hochgradig bösartiger Tumor des Kleinhirns. Er tritt bevorzugt bei Kindern zwischen 4 und 9 Jahren auf. In Abhängigkeit von der Subgruppe können nur etwa 60 Prozent der Patient*innen geheilt werden. Die derzeitige Standardtherapie umfasst dabei die Tumorentfernung, gefolgt von einer Chemo- und Strahlentherapie. Bedingt durch diese häufig sehr aggressive Behandlung wird, besonders bei jüngeren Kindern, die Neubildung neuronaler Strukturen geschädigt, die für Konzentration, Lernfähigkeit und Gedächtnis notwendig sind. Jahre nach der Therapie beobachtet man bei diesen Kindern häufig ein vermindertes intellektuelles Leistungsvermögen und hormonelle Defizite. Daher ist es dringend notwendig neue, innovative Therapiemöglichkeiten zu entwickeln, die eine verbesserte Tumorkontrolle und dabei eine verminderte Normalgewebstoxizität erzielen.

In diesem Projekt soll der therapeutische Effekt einer kombinierten Therapie mit dem Wirkstoff Prexasertib und fraktionierter Strahlentherapie im Mausmodell evaluiert werden.

beantragte Projektmittel
25.000,00 €

Projektlaufzeit
12 Monate

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