Förderung der medizinischen Forschung

Unser Ziel ist es, im Kampf gegen Krebs bei Kindern und Jugendlichen einen möglichst breiten Wirkungsgrad zu erzielen und nachhaltig Hilfe zu leisten. Deshalb unterstützen wir die medizinische Forschung gegen Kinderkrebs an Einrichtungen in Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen). 

 

 

Streiflichter der Stiftungsarbeit

Prof. Bernd Gruhn, Kinderonkologe am Universitätsklinikum Jena
Prof. Bernd Gruhn, Kinderonkologe am Universitätsklinikum Jena

Mit unserer Hilfe konnten in Dresden, Leipzig, Halle, Magdeburg und Jena Kinderkrebszentren eingerichtet werden. In diesen Zentren finden nicht nur medizinische Forschung und medizinische Versorgung auf höchstem Niveau statt, hier bemühen sich auch hochqualifizierte Pflegekräfte, Psychologen, Therapeuten, Sozialarbeiter, Erzieher und Kliniklehrer um die bestmögliche Betreuung der jungen Patienten.

Prof. Regine Kluge und Dr. Lars Kurch vom Hodgkin-Team am Universitätsklinikum Leipzig
Prof. Regine Kluge und Dr. Lars Kurch vom Hodgkin-Team am Universitätsklinikum Leipzig

Ein namhaftes Projekt unserer Stiftung ist die Initiierung und Durchführung der weltweit größten Kinderkrebsstudie, und zwar zum Hodgkin-Lymphom (Lymphdrüsenkrebs). Die an den Universitätskliniken Leipzig und Halle beheimatete Studie verfügt über Patientendaten von über 2.200 krebskranken Kindern aus 19 europäischen Ländern. Damit ist eine einzigartige Datenbank für eine besonders präzise Diagnose und eine deutlich verbesserte Therapie entstanden. Der Erfolg der Studie (EuroNet-PHL-C1 und EuroNet-PHL-C2) wiederspiegelt sich in einer Heilungsrate von 95 Prozent! Das Hodgkin-Lymphom gehört damit zu den am besten heilbaren Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen.

Langjährige, von uns beständig geförderte Bemühungen der Leipziger Universitätsklinik für Nuklearmedizin haben dazu geführt, dass heute nur noch 50 Prozent der jungen Hodgkin-Patienten einer Strahlentherapie bedürfen. Möglich wurde das durch verfeinerte Diagnoseverfahren zur Tumorausbreitung und zum Tumorverhalten. Wichtig ist und bleibt die Vermeidung einer Strahlentherapie, um die noch immer regelmäßig auftretenden Spätfolgen dieser Behandlung wie Zweittumore sowie Herz- und Lungenschäden zu reduzieren. Noch bessere Bildgebungsverfahren werden den Prozentsatz strahlentherapiebedürftiger Kinder weiter kontinuierlich senken, wenn es uns gelingt, diesbezügliche Forschungsvorhaben auch weiterhin zu fördern.

Prof. Peter Vorwerk, Kinderonkologe am Universitätsklinikum Magdeburg
Prof. Peter Vorwerk, Kinderonkologe am Universitätsklinikum Magdeburg

Im Jahr 2008 vergab die deutsche Fachgesellschaft für Kinderkrebsheilkunde GPOH (Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie) neben der Hodgkin-Studie ein weiteres Studienmandat nach Mitteldeutschland. So leitet der Kinderarzt Prof. Peter Vorwerk am Universitätskinderklinikum Magdeburg die Erforschung maligner endokriner Tumore (MET) im Kindesalter. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe eher selten auftretender Krebsarten, die daher besonders schwierig zu behandeln sind. Die Forschungen im Rahmen dieser GPOH-MET-Studie unterstützen wir fortlaufend. Im Ergebnis einer breit angelegten Auswertung von Patientendaten und ihrer interdisziplinären Begutachtung kann man heute 50 Prozent der jungen Patienten mit einem Nebennierenrindenkarzinom eine Operation ersparen.

Seit 2011 unterstützen wir eine dritte Studie der deutschen Fachgesellschaft für Kinderkrebsheilkunde GPOH, die die Therapieoptimierung bei Kindern und Jugendlichen mit chronisch myeloischer Leukämie (CML) zum Gegenstand hat. Die an der Universitätskinderklinik in Dresden beheimatete Studie unter Leitung von Prof. Meinolf Suttorp untersucht die Auswirkung der Chemotherapie-Wirkstoffe auf Skelettwachstum und Fruchtbarkeit der Patienten, sie entwickelt aktuell eine Smartphone-App zur Überwachung der Therapietreue von Patienten und erprobt mittels verschiedener Verfahren den Nachweis von minimalen Resterkrankungen.

Projekte chronologisch

geförderte Projekte 2017

geförderte Projekte 2016

geförderte Projekte 2015

geförderte Projekte 2014

geförderte Projekte 2013

geförderte Projekte 2012

geförderte Projekte 2011

geförderte Projekte 2010

geförderte Projekte 2009

geförderte Projekte 2008

geförderte Projekte 2007

geförderte Projekte 2006


Projekte regional

geförderte Projekte in Dresden

geförderte Projekte in Halle

geförderte Projekte in Jena

geförderte Projekte in Leipzig

geförderte Projekte in Magdeburg



Glossar

Die Erklärung relevanter medizinischer Fachbegriffe finden Sie auf kinderkrebsinfo.de, einem Informationsportal zu Krebs- und Bluterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen (externer Link).